Konzertchronik

20. Januar 2018 – Warum?

Bei ihrem Debütkonzert stellte die Camerata Vocale die musikalische Frage nach dem „Warum?“. Neben der namensgebenden Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen?“ von Johannes Brahms und Max Regers „O Tod, wie bitter bist Du“ erklangen „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger, „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ von Heinrich Kaminski und „Herr, schicke was du willt“ von Max Bruch. Umrahmt wurde das Konzert von Werken für Orgel. Als Solist an der Orgel konnte der Komponist und Kirchenmusiker Jan Wilke aus Heidelberg gewonnen werden.

28. April 2018 – La Dafne

Im April 2018 brachte die Camerata Vocale München in Zusammenarbeit mit dem Institut für historische Aufführungspraxis der Hochschule für Musik und Theater München die Barockoper „La Dafne“ von Marco da Gagliano zur Aufführung, das als sogenannte Favola in Musica zu einer der ersten Opernkompositionen gerechnet werden kann. In unserer halbszenischen Interpretation, war das im Jahr 1608 uraufgeführte und vergleichsweise selten gespielte Werk gleich zweimal zu erleben: am 15.04.2018 in der Schwabinger Kreuzkirche sowie am 28.04.2018 im Rahmen der langen Nacht der Musik im Großen Saal der Hochschule für Musik und Theater München. Die Leitung hatte Prof. Evangelina Mascardi, als Vokalsolisten waren Eric Price (Tenor), Anna-Lena Elbert (Sopran), Veronika Sammer (Alt) und Jan Wouters (Countertenor) zu erleben.

Von diesem Auftritt gibt es übrigens auch Aufnahmen!

21. und 22. Juli 2018 – There is Sweet Music

In ihrem Sommerprogramm 2018 präsentierte die Camerata Vocale München anspruchsvolle Vokalmusik aus der englischen Chortradition. In zwei Konzerten am 21. und 22. Juli in St. Paulus/Perlach und St. Leonhard/Nußdorf erklangen neben Werken von Henry Purcell (Music for the Funeral of Queen Mary), Benjamin Britten (Hymn to St. Cecilia und A Hymn to the Virgin), Edward Elgar (There is Sweet Music), Ralph Vaughan Williams (Three Shakespeare Songs), Herbert Howells (Take him earth for cherishing) und William Walton (Set me as a seal upon thine heart) auch solistisch vorgetragene Lieder von Henry Purcell, John Dowland und Michael Tippett mit Continuo-Begleitung (Orgel und Laute). Begleitet wurde der Chor von Cornelia Demmer (Laute), Alexander Wiegmann (Orgel), Sarah M. Newman (Sopran) und Adam Schilling (Countertenor).

29. November und 8. Dezember 2018 – In dulci jubilo

Zum Ausklang des Kalenderjahres war die Camerata Vocale München mit einem weihnachtlichen Programm unter dem Motto „In dulci jubilo“ zu erleben. In ihrem ersten Gastspiel als festes Ensemble außerhalb Münchens erklangen am 29. November im Foyer der TU Rosenheim die „Quatre motets pour le temps de Noël“ von Francis Poulenc, „Hosanna to the Son of David“ von Thomas Weelkes, „Machet die Tore weit“ von Andreas Hammerschmidt sowie „In dulci jubilo“ von Michael Praetorius und „Alleluia“ von Randall Thompson. In einer zweiten Aufführung am 8. Dezember 2018 in St. Paulus/Perlach wurde das A-capella-Programm zudem von Texten aus Hubert Wolfs „Tröst mir mein Gemüte“ (gelesen von Sina Dresp) umrahmt.

20. und 21. 7.2019 – Summerwinds

Im Juli 2019 veranstaltete die Camerata Vocale München in St. Paulus Perlach und in der Schwabinger Erlöserkirche zwei Konzerte mit der selten zu hörenden Messe für Chor und doppeltes Bläserquintett von Igor Strawinsky (in einer Bearbeitung für Orgel) und A-capella-Musik der englischen Romantik sowie des französischen Impressionismus‘. Neben den Two Choral Songs Op. 71 und Op. 73 sowie Death on the Hills (Op. 72) von Edward Elgar erklangen dabei die „Trois Chansons“ von Claude Debussy. Begleitet wurde der Chor von Amy Brinkman-Davis an der Orgel sowie den Vokalsolisten Sarah M. Newman (Sopran), Elisabeth Smalley (Mezzosopran), Berthold Schindler (Tenor) und Ansgar Theis (Bass).


18. und 19. Januar 2020 – NachtLieder

Am 18. und 19. Januar 2020 brachte die Camerata Vocale München unter dem Titel „NachtLieder“ Werke für Chor a capella und Orgel zur Aufführung, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie alle in der einen oder anderen Weise das Thema Vergänglichkeit, Trauer und Angst, aber zugleich auch Zuversicht und Gottvertrauen behandeln. Auf dem Programm standen dabei mit Max Regers „Nachtlied“, Ralph Vaughan-Williams‘ „Rest“, dem Geistlichen Lied Op. 30, „Darthulas Grabesgesang“ und „Dem dunklen Schoß“ von Johannes Brahms, „Hear My Words, Ye People“ von Hubert Parry, „An den Wassern zu Babel“ von Arvo Pärt und „Lo, the full, final sacrifice“ von Gerald Finzi. Zwischen den Chorstücken erklang mit „Prélude et fugue sur le nom d’Alain“ für Orgel von Maurice Duruflé ein Werk, das dem Andenken des am Ende des Zweiten Weltkriegs gefallenen Komponisten und Organisten Jehan Alain gewidmet ist und damit das Konzert auch in thematischer Hinsicht abrundete.